Sint Maarten - Philipsburg

Viva Air France, nur eine der Geschichten

Viva Air France

Eine Reise zwischen Nostalgie und Chaos

Es gibt Dinge, die man einmal erlebt haben sollte, um später genüsslich darüber zu schreiben. Ein Langstreckenflug mit Air France gehört definitiv dazu. Jedes Jahr fallen bei mir ein paar Meilen an, die ich für ein Upgrade in die Businessklasse nutze – Luxus pur, sollte man meinen. Teuer bleibt es trotzdem. Aber 9 Stunden Economy? Für mich als wohlstandsverwahrlosten Zeitgenossen beschwerlich.

Diesmal ging es in die Karibik, nach St. Martin, für meine Familie und mich. Air France ist für diese Strecke quasi alternativlos. Aber nach dieser Erfahrung frage ich mich: Ist das ein Privileg – oder eine Strafe?


Willkommen in der Zeitmaschine

Schon beim Einsteigen kommt man ins Grübeln:

Dazu passend das Personal:


Sitzkomfort: Ein Fall für den Chiropraktiker

Die Verspätung von zwei Stunden wird mit stoischer Gelassenheit verkündet – immerhin, konsequent sind sie.

Die Sitze:

Im Liegen war es dann tatsächlich bequem, wofür mein Rücken am Ende sehr dankbar war. Der Weg dahin war nur etwas… schmerzhaft.


Service mit einer Prise Chaos

Die Krönung des Ganzen war der Bordservice:

Und meine Familie?

Ob Ursache:

Das Essen selbst war insgesamt okay. Nicht spektakulär, aber in Ordnung.


Das Entertainmentsystem: Ein Eigenleben

Das Entertainmentsystem war ein eigener Charakter auf diesem Flug:

Positiv – und das soll ausdrücklich erwähnt werden:


Die Crew: Zwischen morbidem Charme und subtiler Komik

Besonders erwähnenswert:

Effizienz auf französische Art, könnte man sagen.

Man sollte diese sozialistisch geprägten Beamten-Servicekräfte einmal auf eine Schulungsreise mit Qatar Airways oder Emirates schicken. Dort wäre selbst in der Economy-Class der Service besser.

Aber warum anstrengen – beginnend in der HR-Abteilung –, wenn man bei Air France offenbar ohnehin unkündbar ist? So zumindest meine Theorie.


Kulinarik: Ein Rätsel für die Sinne

Kulinarisch bot der Flug eine interessante Mischung:

Zur Ehrenrettung:


Fazit: Viva Air France?

Am Ende waren wir „nur“ eine Stunde zu spät. Was sind schon zehn Stunden Flugzeit, wenn man dafür eine Geschichte mit:

mit nach Hause nimmt?

Die eisige Kälte und die Zugluft im überalterten Flieger runden das Gesamtbild ab und liefern die nötige Pointe.

Viva Air France. Weil das Leben ohne euch einfach zu langweilig wäre.