Eigenlob stinkt.

Deshalb habe ich die Laudatio an einen Freund outgesourct. Eine seriöse Vita verbirgt sich hier auch irgendwo.

Herr R. – zwischen See, Servo & Sourcecode

In einem lebendigen kleinen Städtchen, umrahmt von einem idyllischen See, lebt Herr R. mit seiner bunten Familie. Langeweile hat dort Hausverbot – dafür ist der Terminkalender zu voll.

Wenn die Sonne aufgeht, steht er lieber am Ruder als im Stau: Auf seinem kleinsten Boot, liebevoll und leicht zynisch „Unsinkbar II“ getauft, spürt er den Wind in den Segeln und tut so, als wäre er nie von der Pinne weg gewesen.

Offiziell arbeitet er als Hochschullehrer für Informatik, inoffiziell jongliert er mit Vorlesungen, Projekten und Prüfungen wie andere mit Einkauftüten. Drei Monate im Jahr verlegt er sein Büro konsequent aufs Wasser: ein paar Wochen mit der Familie, viele Wochen mit oft völlig fremden Menschen aus aller Welt – die sich erstaunlich schnell wie eine kleine Crew-Familie anfühlen. Bisher waren es immer Begegnungen, die man nicht missen möchte.

Dabei ist seine eigene Crew zu Hause schon bunt genug: eine afrikanische Partnerin, ein mixed Boy mit mehr Energie als jede Lithiumbatterie und ein Umfeld, das kulturelle Vielfalt nicht diskutiert, sondern täglich lebt.

Zurück an Land verschwindet er in der Werkstatt. Dort treffen Flex, Fräse und 3D-Drucker auf Metall, Holz und Kunststoff – und am Ende kommt irgendetwas heraus, das erstaunlicherweise funktioniert.

Seine Liebe zum Coding führt ihn in die digitale Welt. Vor dem Bildschirm verschmilzt seine Hand mit der Tastatur, als würde er eine Sinfonie komponieren. In verschiedenen Sprachen erschafft er kleine intellektuelle Kunstwerke, als wäre es ein Kinderspiel. Seine Studenten hängen ihm dabei gerne an den Lippen – notfalls auch über eine wackelige Online-Verbindung.

Ganz nebenbei entstehen dabei Fotos, die aussehen, als wären sie absichtlich gut geworden.

Wenn er nicht fährt oder baut, diskutiert er. Politik und Geschichte sind sein Langzeit-Hobby – bevorzugt mit Leuten, die Kontra geben. Sonst macht’s ja keinen Spaß.

Zur Entspannung geht es an die Märkte: Beim Day Trading jongliert er mit Charts und Kursen, als wären es nur weitere Datenpunkte in einem großen Experiment.

Und dann wäre da noch die Küche: Dort landen Ideen aus aller Welt im Topf. Am Ende sind alle satt – und meistens überrascht, was man aus „mal schnell was kochen“ so machen kann.

Kurz gesagt: Herr R. lebt nach dem Motto „Wenn schon, denn richtig – und wenn möglich mit Spaß.“

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